Literaturwettbewerb, interdisziplinär, transdisziplinär - Zauberlehrlinge10092025

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Literaturwettbewerb, interdisziplinär, transdisziplinär

Literatur
(© 1996 Dr.Horst Lange. Die Zeichnung hat Herr Dr. Horst Lange, Leiter des Arbeitskreises, angefertigt.
Ohne sein enormes Engagement hätte der Wettbewerb nicht stattfinden können.
Herr Dr. Lange ist leider im Jahre 2002 verstorben.)

Achtung:
Dieser transdisziplinäre Literaturwettbewerb 1996/97 ist abgeschlossen.

An diesem ersten Wettbewerb haben damals 43 AutorInnen mit insgesamt 234 Texten teilgenommen.
Preise von DM 300.-, DM 500.- und DM 1.000.- wurden vergeben.

Im September 1998 wurde eine Veranstaltung im Gasteig, München, durchgeführt (siehe Bild).
Ein zweiter Literaturwettbewerb fand allerdings nicht statt.
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Der britische Physiker und Schriftsteller C.P. Snow beklagte 1959 die Kluft zwischen den beiden "Kulturen": der technisch-naturwissenschaftlichen und der humanistisch-geisteswissenschaftlichen Kultur. Der Arbeitskreis Technikverantwortung (VDI/VDE/Kirchen) veranstaltet einen "interkulturellen" Wettbewerb, in dem versucht werden soll, diese Kluft, wenn es sie nun mal gibt, zu überwinden.

Interdisziplinärer Literaturwettbewerb 1996/97 ©
veranstaltet vom Arbeitskreis "Technikverantwortung"
im Verein Deutscher Ingenieure (VDI)

"Schreiben von Kultur zu Kultur"©
Kurzgeschichte - Satire - Märchen - Gedicht - Groteske - Science Fiction - Glosse - Essay

Technisch-naturwissenschaftlich Orientierte schreiben zu
geisteswissenschaftlich-gesellschaftlichen Themen

Geisteswissenschaftlich Orientierte schreiben zu
technisch-nautrwissenschaftlichen Themen

Technisch, geistes- oder naturwissenschaftlich Orientierte schreiben zu
den "Zwei Kulturen"
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Teilnahmebedingungen

Der Arbeitskreis Technikverantwortung als Veranstalter des Literaturwettbewerbes wurde 1984 von Theologen, Ingenieuren und Naturwissenschaftlern gegründet. Er wird von den regionalen Gliederungen des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), des Verbandes Deutscher Elektrotechniker (VDE) sowie der evangelischen und der katholischen Kirche getragen. Die ehrenamtlich arbeitenden Mitglieder treffen sich i.a. einmal im Monat zur Diskussion von Themen aus Technik, Philosophie und Gesellschaft. Die Ergebnisse werden jeweils in einer Herbsttagung der Öffentlichkeit vorgestellt.

Ziele des Wettbewerbs

1959 hielt der englische Physiker und Schriftsteller Charles Percy Snow seine Rede zu den "Zwei Kulturen" (nachzulesen in: Kreuzer, H.: "Die zwei Kulturen. Literarische und naturwissenschaftliche Intelligenz", Deutscher Taschenbuch Verlag, München, 1987; Snow, C.P.: "The Two Cultures", Cambridge University Press, 1993). Darin beklagt er das mangelnde Verständnis zwischen den Vertretern der naturwissenschaftlich-technischen und der geisteswissenschaftlichen Disziplinen. Ist der dadurch entstandene Graben heute überwunden? Gab oder gibt es ihn überhaupt? Gibt es weitere "Kulturen" (z.B. Brockman, I.: "Die dritte Kultur", btb Taschenbuch, 1996)?

Der ausgeschriebene Wettbewerb soll helfen, diese Fragen mit den Mitteln der (belletristischen) Literatur - Prosa und Poesie - zu diskutieren und die Vertreter der "Zwei Kulturen" einander ein wenig näher zubringen. Wir unternehmen den Versuch, eine Brücke zu bauen, nachzuweisen, daß die "Zwei Kulturen" Bestandteile einer einzigen gemeinsamen Kultur sind. Wir hoffen auch auf eine lebhafte Diskussion.

Ingenieure/innen und Naturwissenschaftler/innen sollen sich gesellschaftlichen Fragen stellen, Geisteswissenschaftler/innen sich mit dem Problemkreis der Technik beschäftigen. Gelernte Experten der einen Kultur sollen sich mit Themen oder mit den Mitteln und Methoden der jeweils anderen Kultur schriftstellerisch auseinandersetzen, "Unfachliches" mit literarischem Anspruch verfassen.

Themenschwerpunkte und Auswahlkriterien:

- technisch-naturwissenschaftlich Orientierte, Naturwissenschaftler/innen und Ingenieure/innen sind aufgefordert, ihre literarischen Werke zu Themen aus den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften einzusenden.

- geisteswissenschaftlich Orientierte, Geistes- und Gesellschaftswissenschaftler/innen sind aufgefordert, sich mit Themen aus Naturwissenschaft und Technik literarisch auseinandersetzen.

- Themenschwerpunkt können auch die "Zwei Kulturen" an sich sein, z.B. die Auswirkungen und Erscheinungsformen ihres Zusammenwirkens oder ihr Verhältnis zueinander.

- Fach- und Sachpublikationen, z.B. wissenschaftliche Darstellungen von Forschungs- oder Arbeitsergebnissen, sind nicht Gegenstand dieses Wettbewerbs!

Thema und Form der Beiträge bestimmen die Autoren/innen. Der interdisziplinäre bzw. "interkulturelle" Charakter der Arbeiten, d. h. der Brückenschlag zur jeweils anderen Kultur - unser Hauptanliegen -, sollte in Form und/oder Inhalt der Texte deutlich werden. Wir freuen uns auf Heiteres, Lyrisches, Kritisches, Besinnliches, Philosophisches, Technisches ...und - last but not least - Literarisches. Wir lassen uns überraschen, erwarten die Dinge, die auf uns zukommen, schon deshalb, weil wir den Wettbewerb zum ersten Mal durchführen.

Teilnehmerlinnen

Teilnehmen können Schülerlinnen, die sich durch die Themenschwerpunkte angesprochen fühlen, Studenten/innen der Ingenieur- oder Geisteswissenschaften, Ingenieure/innen, Natur- und Geisteswissenschaftlerlinnen. Die beschriebenen "interkulturellen" Kriterien erfordem die Einsendung einer kurzen Biographie. Jeder/jede Teilnehmerlin kann bis zu drei bisher unveröffentlichte, natürlich eigene Texte, in deutscher Sprache einreichen. Jeder Text sollte den Umfang von 5 DIN/A4 Seiten (zweizeilig, 60 Anschläge pro Zeile) nicht überschreiten.

Um die Anonymität bei der Entscheidung der Jury zu gewährleisten, ist jede Textseite mit einem Kennwort zu versehen. Der Autorenname ist nicht auf den Textseiten anzugeben. Stattdessen ist ein Anschreiben beizulegen, das Kennwort, Namen, Anschrift, Telefonnummer, Kurzbiographie, Bestätigung der Urheberschaft und die Liste der eingesendeten Manuskripte enthält.

Die Arbeiten werden von einer unabhängigen Jury, u.a. aus Mitgliedern des Arbeitskreises, bewertet. Die Entscheidung der Jury ist endgültig. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Teilnehmer/innen erklären sich damit einverstanden, daß ihre Arbeiten ggf. auf Veranstaltungen des Arbeitskreises vorgetragen und ggf. in einer Anthologie, die der Arbeitskreis herausgibt, verö)ffentlicht werden. Die eingereichten Unterlagen können nach Abschluß des Wettbewerbes nicht an die Teilnehmer zurückgeschickt werden.

Dotierung

Gemäß den Entscheidungen der Jury wird eine Anzahl von attraktiven, "interkulturell" orientierten Preisen an die ausgewählten Autoren/innen vergeben. Eine Anthologie mit den besten Texten und ein "interkultureller" Workshop im Sommer 1997 sind geplant.

(Achtung:
Dieser transdisziplinäre Literaturwettbewerb 1996/97 ist abgeschlossen.)

Anschrift für Informationen und die Einsendung von Manuskripten

Arbeitskreis Technikverantwortung, z.Hd Herrn Dr. Hugo Moschüring.
Einsendeschluß ist der 17. März 1997 (Datum des Poststempels).

© 1996 Hugo Moschüring

© 2024 Hugo Moschüring
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